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Presse

Virtuose unter Strom


Tübingen. Selten hat das Pianistenfestival so spannend und kontrastreich begonnen - mit drei Künstlerpersönlichkeiten, wie sie unterschiedlicher kaum sein könnten. Dabei stand der erste Abend am Donnerstag ganz im Zeichen der Romantik. Sebastian Bernard ist ein grüblerischer Lyriker, ein Pianist der Stimmungen. […] Auf seinen Wunsch blieb das Licht im Saal gelöscht, Bernard spielte im Schein einer Stehlampe. Die heimelige Beleuchtung passte zur intimen Atmosphäre, Bernard hatte sicher das zarteste und anrührendste Timbre des Abends: ein feinfühliger, mitunter fast zerbrechlich wirkender Anschlag, seelenvoll schwebende Töne mit Schmelz und nostalgischer Patina. Brahms´ Intermezzo A-Dur und Ballade g-moll aus Opus 118 oder Faurés Nocturne op. 119/2 hatten eine fragile poetische Schwermut. Noch gedämpfter, ganz selbstvergessen, tanzten zwei der meistgespielten Chopin-Walzer ihre verstohlenen Kreise. Dagegen waren vier Etudes-Tableaux und Préludes von Rachmaninoff klangvoll, traumschwer. […] Gerne beendet Bernard seine Auftritte mit tastenakrobatischen Eigenbearbeitungen, diesmal von Moritz Rosenthals Humoreske „Carneval de Vienne“. Die 450 Zuhörer im Uni-Festsaal reagierten mit Bravo-Rufen und dem kräftigsten Beifall des Abends.

 

Nachwuchsstar mit teuflischen Fingern […] bemerkenswert die Differenziertheit im Anschlag und die Faszination die von Sebastian Bernard ausging. […] im zweiten Satz zeigte Bernard die Klangfarben, mit denen er zu zaubern vermag. Sebastian Bernard spielte höchst einfühlsam und virtuos mit phänomenaler Technik. […] woher Bernard die Finger nahm, blieb ein Rätsel, denn es grenzte an Teufelei, hatte man doch das Gefühl, nicht ein sondern zwei Pianisten spielten da vorne auf der Bühne. Das Publikum raste und tobte und verlangte begeistert Zugaben.

Süddeutsche Zeitung

 

 

Der Pianist überzeugte das begeisterte Publikum […] sein Spiel wurde zum Spiegelbild mozartscher spielerischer Heiterkeit. Mit sensiblem Anschlag entwickelte Sebastian Bernard aus einer schlichten Tonlinie heraus ein spannungsvoll harmonisches Geschehen in vollgriffigem und sicherem Spiel. […] die Töne rasten wie wahnwitzig auf und ab. […] Den Höhepunkt des Abends setzte Bernard mit der h-moll Sonate von Franz Liszt. Einmal mit höchster Kraft und dann wieder in empfindsam weicher Tonmodellierung offenbarte die einsätzige Sonate verschiedene Instrumentalfarben. Immer wieder durchlebte das begeisterte Publikum höchste Spannung und Entspannung als musikalische Abbilder von menschlicher Leidenschaft und seelischen Kämpfen […].

Südkurier

 

 

Bernards performance a study in skill, power and poise […] that have earned him worldwide attention as a new, young brilliant pianist.

The Oregonian

 

 

Technikwunder mit unglaublicher Virtuosität […] unwillkürlich werden da Gedanken an den großen Magier auf der Geige, Nicoló Paganini, wach. Doch Bernard ist Pianist, und was für einer: ein Technikwunder, dessen unglaubliche Virtuosität die einen begeistert, andere bestürzt. […] sein Spiel glich einem magischen Ritual. […] man durfte sich noch mal genüsslich zurücklehnen und die schönen, einzigartigen Phrasierungen nebst der atemberaubenden Anschlagstechnik Bernards genießen.

Miltenberger Tageblatt

 

 

[…] als Solist im Klavierkonzert d-moll Nr. 3 von Rachmaninoffs hörte man den jungen Pianisten Sebastian Bernard. Er konnte das Orchester mitreißen und setzte damit den Höhepunkt des Konzerts. Sein Umgang mit den anspruchsvollen, fast unübersichtlich verschlungenen Rhythmen, ist unverkrampft, natürlich. Süßes klingt nicht sentimental und pathetische Höhepunkte haben nichts gequältes […].

Main-Post Würzburg

 

 

Die Tag- und Nacht-Saite […] Bernard mit einer taghellen, vorwärts blickenden Klarheit: Rachmaninoffs Sonate in b-moll op. 36 – sperrig und vergrübelt depressiv – bekam einen heroisch-trotzigen Impetus. Eine rundum reife Interpretation, die höchsten Respekt verdiente. […] Bernard, das musikalische Chamäleon, das sich jedem Stil kongenial anpasste: In getupftem Staccato Bachs 4. Französische Suite, kunstvoll das Jeu perlé in Mozarts Rondo KV 485. Viel Applaus erntete Bernard für Chopins h-moll Scherzo, das er mit leidenschaftlicher Wucht spielte, und schließlich für sein letztes Bonbon: Liszts Zweite Ungarische Rhapsodie – von Horowitz und Bernard zusätzlich mit virtuosen Einlagen bedacht.

Schwäbisches Tagblatt 

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